Wie funktionieren Erkundungsaufstellungen?
Wir Menschen haben meistens eine genaue Vorstellung davon, wie die Welt ist. Unsere Vorstellungen haben wir auf unseren mentalen Karten fest verankert. Wir wollen sie uns bewahren und verteidigen unsere Sicht der Dinge heftig gegen die Belehrungen und Sichtweisen anderer Menschen. So kann dieses Bild auf die Welt auch schnell zu einem Erfahrungsgefängnis werden und uns den Blick auf eine andere Wahrheit verschließen. Erst dann, wenn uns etwas irritiert, öffnen wir unsere mentalen Karten für neue Erkenntnisse. Könnte es nicht auch ganz anders sein? In Systemaufstellungen zeigen sich Bilder und wir hören Worte der Elemente, die uns aufwecken und oft irritieren. Das läßt uns neu denken, woraus ganz neue Lösungsräume entstehen können.
Es gibt Erklärungsversuche dafür, dass Menschen in Aufstellungen eine repräsentierende Wahrnehmung haben, mit der sie Informationen empfangen und übersetzen können, die sie definitiv vorher nicht gehabt haben konnten. Es ist in dem Moment ein Wissen ohne das Wissen, wo dieses Wissen herkommt. Genau das ist eben Intuition! Dieses Wissen kann auch KI nirgends auf einer Festplatte finden, denn sonst wäre es bekanntes Wissen.
Prof. Dr. Georg Müller‒Christ, der Entwickler der Erkundungsaufstellung, forscht hauptsächlich mit der Methode selbst, denn sie wirkt. Erkundungsaufstellungen lassen sich einsetzen um Daten über Phänomene zu sammeln, die wir durch empirische Beobachtung nicht gewinnen können. Das ist eine realer Nutzen!